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Trockensubstanz (TS)

Was bedeutet der Begriff?

Wie viel einer Probe bleibt nach einem vereinbarten Trocknungsschritt übrig? Diesen Rückstand erfasst die Trockensubstanzbestimmung. Wird das Ergebnis als TS-Massenanteil angegeben, gilt: Masse des Trockenrückstands geteilt durch die ursprüngliche Probenmasse, multipliziert mit 100 %. Das verwendete Verfahren gehört zur Ergebnisangabe.

Bedeutung für die Prozessmessung

Ein Prozesssensor trocknet die Probe nicht selbst. Sein Signal wird mit Laborergebnissen verknüpft, um den TS-Gehalt während des Betriebs abzubilden. Diese Zuordnung muss zum jeweiligen Medium passen, etwa zu einem bestimmten Schlamm oder Substrat.

Worauf kommt es beim Vergleich von Labor und Prozess an?

Bleiben in einem hypothetischen Versuch von 80 g Probe nach der vereinbarten Trocknung 4,8 g zurück, ergeben sich 6 % TS. Andere Trocknungsbedingungen können einen anderen Rückstand liefern, beispielsweise wenn flüchtige Bestandteile mit entweichen. Deshalb sollten Referenzproben nach demselben dokumentierten Verfahren untersucht werden.

Entnehmen Sie die Probe an einer repräsentativen Stelle und halten Sie den passenden Prozesswert fest. Bei absetzenden Medien muss auch die Verteilung der Feststoffe berücksichtigt werden. Nach einem Wechsel der Schlammart oder Rezeptur sollte die bestehende Zuordnung mit neuen Kontrollproben überprüft werden.

TS mit einem einheitlichen Referenzverfahren vergleichen

Eine TS-Angabe beschreibt den Rückstand nach dem dafür vereinbarten Trocknungsverfahren. Ergebnisse aus unterschiedlichen Verfahren müssen daher nicht unmittelbar vergleichbar sein. Für den Abgleich mit einem Prozesssensor sollten die Laborbedingungen gleichbleiben und dokumentiert werden. Halten Sie fest, welche Probe untersucht wurde und welcher Prozesswert zeitlich dazu gehört. Bei wechselnden Schlämmen oder Substraten ist außerdem die Zusammensetzung der Probe wichtig. Ein gleicher Prozentwert bedeutet nicht automatisch, dass die verbleibenden festen Bestandteile gleich zusammengesetzt sind.

Der TS-Gehalt ist nicht mit dem organischen Anteil der Trockensubstanz gleichzusetzen. Für Aufgaben wie die Beurteilung einer organischen Fracht werden weitere Angaben benötigt. Auch eine Brix-Anzeige ersetzt die TS-Referenz nicht allgemein. Legen Sie deshalb bereits vor der Kalibrierung fest, welche Größe der Prozesswert darstellen soll und nach welchem Verfahren sie kontrolliert wird.

Bei absetzenden Medien sollten Entnahme und weitere Probenbehandlung die Verteilung der Feststoffe berücksichtigen. Prüfen Sie auffällige Abweichungen zunächst mit zeitlich passenden Wiederholungsproben. Für eine Anfrage sind Medium, TS-Bereich, Temperaturbedingungen und vorhandene Laborbefunde hilfreich. Damit lässt sich die Zuordnung auf den tatsächlich vorgesehenen Produkt- und Betriebsbereich ausrichten.

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