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Inline- und Online-Messung

Was bedeutet der Begriff?

Inline und online beantworten unterschiedliche Fragen. Inline beschreibt den Messort: Der Sensor erfasst das Medium unmittelbar im Prozess, beispielsweise in einer Rohrleitung. Online beschreibt die automatische Anbindung der Messung an den laufenden Betrieb. Dabei kann auch eine angeschlossene Probenstrecke verwendet werden.

Bedeutung für die Prozessmessung

Für die Prozessführung zählt, wie schnell ein repräsentativer Messwert verfügbar ist. Neben dem Messprinzip spielen Einbauort, Transportzeit einer Probe und Signalverarbeitung eine Rolle. Die Bezeichnung online allein sagt daher noch nichts über die tatsächliche Verzögerung aus.

Wie werden Prozess- und Laborwerte sinnvoll verglichen?

Wählen Sie eine Stelle, an der das Medium den zu überwachenden Prozesszustand ausreichend repräsentiert. In einer Probenleitung müssen zusätzlich Fluss und Transportzeit berücksichtigt werden. Notieren Sie bei einer Laborprobe den Entnahmezeitpunkt und ordnen Sie den passenden Prozesswert zu.

Bei Produktwechseln können Messstelle und Probenahme sonst verschiedene Zustände erfassen. Laufende Messwerte helfen beim Erkennen von Trends; Laboruntersuchungen liefern weiterhin Referenzen für Kalibrierung und Kontrolle. Wie beide zusammenarbeiten, sollte vor der Inbetriebnahme festgelegt werden.

Verzögerungen zwischen Prozess und Anzeige verstehen

Eine Online-Anzeige kann regelmäßig neue Werte liefern und trotzdem einen bereits vergangenen Prozesszustand beschreiben. Bei einer Probenstrecke entstehen Zeiten für den Transport von der Entnahme bis zum Sensor. Auch die Auswertung kann Werte zeitlich mitteln. Für eine Regelungsaufgabe sollte deshalb feststehen, auf welchen Prozesszeitpunkt sich die angezeigte Zahl bezieht. Eine hohe Aktualisierungsrate allein beantwortet diese Frage nicht. Der Messort und der Weg der Probe müssen gemeinsam betrachtet werden.

Bei der Inbetriebnahme lässt sich ein dokumentierter Produktwechsel zum Vergleich nutzen. Notieren Sie, wann sich der Zustand an der Entnahmestelle ändert und wann diese Änderung in der Messung erkennbar wird. Ordnen Sie Laborproben demselben Zustand zu. Ein Vergleich zwischen einem einzelnen Laborwert und einem beliebigen späteren Anzeigewert ist besonders bei schwankenden Produkten wenig aussagekräftig.

Beschreiben Sie für die Projektierung, ob eine Messung direkt in der Hauptleitung oder in einer angeschlossenen Strecke vorgesehen ist. Hilfreich sind außerdem der gewünschte Verwendungszweck, typische Wechsel im Produkt und die vorhandene Probenahme. Daraus lässt sich ableiten, welche zeitliche Zuordnung im Betrieb geprüft und dokumentiert werden muss.

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