Multifrequenztechnik
Was bedeutet der Begriff?
Bei der Multifrequenztechnik untersucht ein Messsystem das Medium mit mehreren Mikrowellenfrequenzen. Dadurch stehen unterschiedliche Signalbeobachtungen zur gemeinsamen Auswertung zur Verfügung. Wie diese Informationen in einen Prozesswert eingehen, bestimmt das jeweilige Mess- und Auswerteverfahren.
Bedeutung für die Prozessmessung
Mehrere Frequenzen erweitern die Datengrundlage, ersetzen aber keine Prüfung am Produkt. Aus ihrer Anzahl allein lässt sich weder eine feste Genauigkeit noch ein universeller Messbereich ableiten. Entscheidend ist, ob die Auswertung für die vorgesehenen Medien und Betriebsbedingungen geeignet ist.
Wie wird der Nutzen mehrerer Frequenzen beurteilt?
Bewerten Sie das vollständige Messsystem anhand der konkreten Aufgabe. Dazu gehören die verfügbare Signalqualität, die Geometrie, die Produkteigenschaften und die Referenzmessungen. Vergleichen Sie Ergebnisse über den tatsächlichen Arbeitsbereich, einschließlich der erwarteten Temperatur- und Rezepturänderungen.
Eine Kalibrierung sollte mit unabhängigen Proben kontrolliert werden. Die in der MWM-Produktbeschreibung genannte Multifrequenztechnik von MicroSinus ist ein Merkmal des Messverfahrens. Welche Ausführung und Einstellungen zur Anwendung passen, wird anhand der gültigen technischen Unterlagen und der Projektierung festgelegt.
Messverfahren anhand von Vergleichsproben bewerten
Die Bezeichnung Multifrequenztechnik beschreibt zunächst, dass mehrere Frequenzen für die Untersuchung des Mediums verwendet werden. Für die Beurteilung im Betrieb zählt jedoch das Ergebnis des gesamten Messsystems. Ein sinnvoller Vergleich umfasst deshalb dieselben Produkte, denselben Arbeitsbereich und dasselbe Referenzverfahren. Werden unterschiedliche Messverfahren an verschiedenen Proben oder zu verschiedenen Zeitpunkten geprüft, lassen sich Abweichungen nicht eindeutig dem jeweiligen Verfahren zuordnen. Die Zahl der verwendeten Frequenzen ersetzt diese Vergleichsbedingungen nicht.
Berücksichtigen Sie neben typischen Zuständen auch die vorgesehenen Grenzen der Anwendung. Dazu gehören Temperatur- und Rezepturänderungen, soweit sie im regulären Betrieb auftreten. Prüfen Sie mit unabhängigen Proben, ob die Zuordnung zwischen Signal und Zielgröße in diesen Bereichen weiterhin passt. Werte außerhalb des untersuchten Bereichs sollten nicht allein aufgrund eines unauffälligen Anzeigebilds als bestätigt gelten.
Für eine Anfrage ist deshalb eine konkrete Beschreibung der Messaufgabe hilfreicher als eine gewünschte Frequenzanzahl. Nennen Sie Medium, Zielgröße, Messbereich, Einbau und vorhandene Laborreferenzen. Für MicroSinus bilden die gültigen technischen Unterlagen und die anwendungsspezifische Projektierung die Grundlage, um eine passende Ausführung und ihre Prüfung festzulegen.
